Montag, 17. Dezember 2007

x-mal Rembrandt - Eugen Zádor (Oper im Museum)

Die Dezember-Premiere war eine ganz besondere: Ein weiterer Teil der Kölner Reihe "Oper im Museum". Diesmal wurde im Wallraf-Richartz-Museum die Opernburleske "x-mal Rembrandt" von Eugen Zádor aufgeführt. Das ist daher sehr passend, da das Bild, das im Mittelpunkt steht (das Selbstporträt), in eben diesem Museum hängt.

Das Stück wurde als Führung durch das Museum aufgeführt, so richtig mit rumlaufen und stehen bleiben. Nur ganz am Anfang und am Ende konnte man richtig sitzen. So war man Zuschauer und Teil der Inszenierung gleichzeitig, da die Darsteller ja auch "Leute im Museum", Museumsführer, -direktor, -besucher, etc., waren. So fing der Führer einmal direkt hinter mir an zu singen - das war ein Bass, und ziemlich laut. Bin ich erschrocken!!!! smile_omg    Hee hee

Und es war wie bei einer normalen Führung - es gibt Leute, die laufen vorn mit (Whistling) und welche, die kommen gar nicht hinterher... Sogar die Aufseher waren - zumindest teilweise - Opernstatisten, allerdings in echter Uniform. Man wurde ständig ermahnt, man solle doch nicht zu nah an die Bilder ran...

In der Oper selbst geht es darum, dass der Rembrandt verkauft werden soll, um Geld in die Stadtkasse zu bekommen, und durch eine Kopie ersetzt werden soll. Im Laufe des Stücks stellt sich jedoch heraus, dass selbst das Original eine Fälschung ist...

Besonders gut fand ich, dass man sich nie darauf verlassen konnte, wo gespielt wird, man musste ständig auf der Hut sein, ob da nicht grade hinter einem gespielt wird...

Eine ganz neue Opernerfahrung, nur zu empfehlen! Happy Auch der Text war sehr leicht zu verstehen, was nicht nur daran liegt, dass wir so nah dran waren... Winking

 

Und jetzt noch ein paar Bilder wie immer (von Klaus Lefebvre):

Ulrich Hielscher (Antonius, der Museumswärter), Ralf Gscheidle (Akkordeon)

David Pichlmaier (Maler, der den Rembrandt kopieren soll)

Andrés Felipe Orozco Martinez (Er), Susanne Niebling (Sie), Ulrich Hielscher (Antonius) - der Hund ist übrigens echt!

Jong Min Lim (Rembrandts Selbstbildnis - ziemlich gut getroffen, finde ich)

Julia Giebel (Die Madonna der "Verkündigung" von Giovanni Bellini - ein bisschen zur Furie mutiert Winking), Emilia Wilms-Posen ("Paul als Harlekin" von Pablo Picasso)

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